Freitag

Beginn 19 Uhr, Fotoausstellung David Schermann ( Künstlerwebseite >> ), Eröffnungsrede von Manfred Leirer (Künstlerbiografie >>)

Anschluss, Kabarett & Poetryslam: Wortkünstler für Poetry und Satire mit Ulrike Haidacher, Harald Pomper und Christine Teichmann.

 

Was wird geboten? Innovative, junge Sprachkunst.

Bei Theaterbesuchen, aber auch bei herkömmlichen Lesungen wird es augenscheinlich: Der Anteil der jungen Generation ist ein verschwindend geringer. Nur wenn auf Grund engagierter LehrerInnen den Jugendlichen Theaterbesuche schmackhaft gemacht werden, wird das Durchschnittsalter gesenkt. Ganz anders hingegen bei Kabarettveranstaltungen oder aber bei Poetryslams: Bei diesen Veranstaltungen überwiegt das junge Publikum. Damit auch im Burgenland junge Menschen vom literarischen Virus angesteckt werden, dient die besondere Veranstaltung am Freitag im Rahmen des Literaturfestivals.

Dabei sollen neue Genres, Innovatives, Gesellschaftskritisches, Kabarettistisches einem breiteren Publikum vorgestellt werden. Dass dabei Crossoverformate auch Platz finden sollen, ist ein großes Ziel dieser Veranstaltung. Der Schwerpunkt liegt trotzdem in der Sprache. Ob gesungen, gerappt, erzählt, gereimt, im Dialekt, das ist zweitrangig.

Vor allem das Format Poetry Slam , das im Burgenland in Form der Offenen Bühne einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat, soll verstärkt eingebunden werden. Dabei handelt es sich um eine literarische Veranstaltung, in der das Publikum eingebunden wird. Ursprünglich aus den USA hat dieser vergnügliche und abwechslungsreiche Literaturevent einen fulminanten Erfolg in vielen europäischen Staaten seit den 90-er Jahren erlebt. Diese Art der Wortkunst hat jedoch den Weg aus den Großstädten in die Peripherie nicht gefunden. In den Metropolen wetteifern PoetrysalmmerInnen vor ausverkauften Häusern, es gibt sogar nationale als auch internationale Meisterschaften.

Nur im ländlichen Raum ist diese besondere Literaturveranstaltung kaum präsent. Und genau deswegen soll dieser besondere Freitag einen großen Beitrag leisten, um dieses vielfach erprobte und begeistert aufgenommene Format im Burgenland bekannter zu machen. Außerdem sollen dadurch junge Menschen motiviert und angeregt werden, selbst Texte zu produzieren und sie zu performen. Denn der Vorteil des Slams für Künstler und Zuhörer ist: Eine Performance darf nicht länger als 5 Minuten dauern.

Ein für die Zukunft ebenfalls gewünschtes und höchst erfolgreiches Format ist das Improvisationstheater, das ebenfalls seinen Siegeszug von Übersee nach Europa angetreten hat. Dabei geht es unter anderem auch darum, dass das Publikum hinsichtlich des zu spielenden Genres, der Charaktere und der Handlung eingebunden wird. Diese Theaterform erfreut sich beim jungen Publikum großer Beliebtheit. Durch das Kennenlernen dieser Art des Bühnenspiels sollen junge Menschen aber auch zum Selbstspielen angeregt werden, sodass auch im Burgenland in absehbarer Zeit Improtheatergruppen gegründet werden.